Liedpredigt zum Lied "Danke..."

Danke, dass ich dein Wort verstehe, danke, dass deinen Geist du gibst. Danke, dass in der Fern und Nähe du die Menschen liebst.
Wenn wir es beim dahingeschmetterten Dank belassen, dann macht dieses Lied wenig Sinn. Wenn wir nicht hinter die Zeilen blicken und die Zeiten der Klage und des Schmerzes, vor allem aber die Menschen in schwierigen Situationen mitdenken, dann fehlt etwas Wesentliches. Selbstverständlich muss es erlaubt sein, ganz ohne schlechtes Gewissen der eigenen Freude und Dankbarkeit Ausdruck zu geben. Vielleicht ist es aber eine gute Möglichkeit, diesem Lied im Gottesdienst einige erläuternde Sätze vorauszuschicken oder nachzustellen. Oder neben jeden Dank eine Fürbitte zu stellen. Dann wird es stimmig und der Schlager bleibt nicht einfach nur Schlager, sondern wird um eine neue Dimension erweitert, bekommt Tiefe. Dann können Klage und Dank nebeneinanderstehen und Hoffnung auf eine Dankbarkeit für das Danken ermöglichen.
Danke, dein Heil kennt keine Schranken, danke, ich halt mich fest daran. Danke, ach Herr, ich will dir danken, dass ich danken kann.

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Liedpredigt Predigt
Eingereicht von Michael Schulte • 14.05.2025, 11:04 Uhr